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Die Schrittmacher-Operation

Das Herz schlägt ein Leben lang in einem gleichmäßigen Rhythmus und passt seine Geschwindigkeit dem jeweiligen Belastungszustand des Menschen an. In Ruhe schlägt das Herz ca. 50 bis 90 mal pro Minute. Die Motorik des Herzens wird über elektrische Impulse gesteuert. Bei manchen Menschen kommt es zu einer Störung der elektrischen Reizbildung oder -weiterleitung vom Vorhof zur Kammer. In der Folge schlägt das Herz zu schnell, zu langsam oder unregelmäßig. Dadurch wird häufig nicht genug Blut in den Kreislauf gepumpt. Es kann zu Rückstauungserscheinungen kommen oder zu Minderdurchblutungen wichtiger Organe wie z.B. dem Gehirn. Bei einigen Patienten treten daher plötzliche Schwindelattacken bis zu Ohnmachten auf. Andere Patienten sind deutlich leistungsgemindert oder klagen über Schwäche. Schrittmacher können die gestörte Reizbildung oder Reizweiterleitung überbrücken und so dem Patienten helfen. Es gibt auch Medikamente für Herzrhythmusstörungen, diese helfen aber leider oft nur kurzfristig. Herzschrittmacher helfen langfristig. Der Schrittmacher besteht aus einem batteriegetriebenen Impulsgeber und Empfänger und den dazu gehörenden Elektroden. Diese werden unter die Haut und am Herzen implantiert, um so elektrische Reize zu erzeugen und die Impulse vom Herzen zu messen und auszuwerten. Dabei unterscheidet man das Einkammersystem (eine Elektrode in der rechten Kammer) und das Zweikammersystem (eine zweite Elektrode, die im rechten Vorhof befestigt ist. Im Albertinen- Herzzentrum werden pro Jahr mehr als 450 Schrittmacher und interne Defibrillatoren implantiert.Wir betreuen Sie in unserer Schrittmacherambulanz auch nach der Operation weiter.


Durchführung
Eine Schrittmacheroperation findet in der Regel als eine geplante Operation statt. Die meisten Schrittmacheroperationen werden in lokaler Betäubung durchgeführt. Im Gegensatz dazu werden interne Defibrillatoren (AICD) immer in Vollnarkose und einem erweiterten Monitoring zur Kreislaufüberwachung implantiert.

Wenn es ihr Zustand zulässt, werden die Patienten oft schon am Tag der Aufnahme operiert. Alle dazu nötigen Untersuchungen werden vorher ambulant in der Schrittmacher-Sprechstunde vorgenommen. Während der Operation werden die Elektroden unter Röntgenkontrolle vom Arzt durch die Venen bis in die Kammer bzw. den Vorhof vorgeschoben. Der eigentliche Schrittmacher wird in eine Hautfalte unterhalb des Schlüsselbeins implantiert.


Nachsorge
Nach der Operation müssen Sie noch eine kurze Zeit liegen und den frischen Schnitt mit einem Sandsack komprimieren. Währenddessen steht Ihnen ein kompetentes Pflegeteam zur Seite. Am folgenden Tag wird eine Kontrolluntersuchung durchgeführt, und viele Patienten können dann schon entlassen werden. Dabei erhalten Sie einen Schrittmacherausweis und Informationen, wie Sie mit dem Schrittmacher oder AICD weiter leben sollten. Im Laufe der Jahre müssen die Batterien der Schrittmacher gewechselt werden. Bei vielen Modellen kann die Nachsorge durch den niedergelassenen Facharzt geschehen. Sie können aber auch jederzeit in unsere Schrittmacher- Sprechstunde kommen.


Termine Schrittmacherambulanz im Albertinen-Krankenhaus
Die Sprechstunde findet dienstags von 13:00 h – 15:00 h im Zentrum für ambulantes Operieren (ZAO) statt. Termine erhalten Sie nach Absprache unter (0 40) 55 88 - 2238.

Termine Schrittmacherambulanz im Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus
Termine werden telefonisch vergeben unter der Nummer (0 40) 6 44 11 - 484.


 

Team der Abteilung für Herzchirurgie

Rieß

 

Prof. Dr.
Friedrich-Christian Rieß
Chefarzt

Hansen

Dr. Lorenz Hansen
Leitender Oberarzt

Winkel

Stephan Winkel
Leitender Oberarzt
Lehmann

Claas Lehmann
Oberarzt
Stripling

Jan-Hendrik Stripling
Oberarzt
Awwad

Nizar Awwad
Oberarzt

Alberitinen-Herzzentrum

Dr. med. Peter Unger
Ltd. Oberarzt Kardiologie
Alberitinen-Herzzentrum
Dr. med. Gunther Wahl
Oberarzt Kardiologie